Freitag, 25. September 2015

Interview mit Markus Barth

(Quelle: markusbarth.de)

Hallo Ihr Lieben,

im Oktober werde ich endlich wieder aus vollem Herzen lachen können. Warum? Ich habe mir eine Karte für Markus Barth gekauft. Markus who? So ging es mir auch, bevor ich die ersten Videos von ihm gesehen habe. Ihr seid neugierig? Dann einfach scrollen, schauen, lesen, lachen!
Als Erstes, bevor ich Euch zeige, was ich Markus gefragt habe, mal ein kleines Video zur Einstimmung. 

Markus' Humor ist genau meine Kragenweite. Daher freue ich mich sehr auf Oktober. Aber bevor ich weiter ins Schwärmen gerate, soll der Stand-up-Comedian selbst zu Wort kommen!

F: Als Erstes: welches Buch liest du aktuell?
A: Das neue von John Niven: "The Sunshine Cruise Company". Gerade mal 40 Seiten gelesen und ich bin schon wieder begeistert.

F: Du warst bei Ladykracher, hast Comedypreise abgeräumt, 2 Bücher geschrieben und bist nun Stand-up-Comedian. Was hat dich bewogen, dich auf die Bühne zu trauen?
A: Ich wollte das schon lange mal probieren, denn ich liebe einfach Stand-up. Die Idee, mit nichts als einem Mikro in der Hand dazustehen und die Leute zum Lachen zu bringen, hat mich schon immer gekickt. Und die Idee, etwas auf der Bühne zu machen, ohne dass drei Redakteure, ein Regisseur und fünf Schauspieler noch drüber gucken, war auch mehr als reizvoll. Nachdem ich dann die ersten beiden Bühnenprogramme für Mirja Boes geschrieben hatte, dachte ich mir: Jetzt probier ich's auch mal.

F: Wie war es für deine Eltern und dein Umfeld als du sagtest "ich mach was mit Comedy"?
A: Meine Eltern waren beide 40 Jahre lang Beamte. Insofern war "Freischaffender Künstler" nicht gerade ihr Wunschtraum für mich. Sie kannten mich aber auch gut genug, um zu wissen, dass aus mir kein Lehrer wird (das war nämlich mein erstes, erfolgloses Studium. Das zweite war Dramaturg, das dritte Theaterpädagoge. Die Uni und ich, wir waren nicht die dicksten Freunde...). 

F: Dein Mann und du, ihr seid seit einem Jahrzehnt zusammen. Wo und wie habt ihr euch kennengelernt?
A: Total unaufregend: In einer Kneipe. Ich sehe förmlich, wie Tindr- und Grindr-User jetzt fassungslos den Kopf schütteln...

F: Du kokettierst ja auch mit deiner Homosexualität. Konntest du das von Beginn an oder hattest du auch mal Probleme damit?
A: Das wollte ich schon lang mal wissen: Wie kokettiert man denn mit seiner Homosexualität? ;) Es stimmt, ich sage auf der Bühne, dass ich schwul bin und äußere mich zu schwulenpolitischen Themen, weil mich das natürlich alles auch betrifft. Aber es ist nicht so, dass ich jeden Morgen aufwache und mir denke: "Mensch, bin ich schwul!" Auf der Bühne habe ich lange Zeit gar nicht darüber gesprochen, weil es für mich kein Thema war. Als wir dann aber geheiratet haben und ich mich mal mit der absurden Gesetzeslage zur Homo-Ehe auseinander gesetzt habe, dachte ich, ich muss was dazu sagen.

F: Wie schaltest du von Comedy und Auftritten ab? Gibt es auch mal einen unlustigen Markus Barth?
A: Oh ja. Es gibt zum Beispiel deutlich lustigere Kneipenclowns als mich. Ich stehe gerne ein bisschen daneben und "sauge auf". Pointen-Ballern im Privatleben ist nicht meine Art. 

F: Wenn du nicht auf Tour bist oder an deinem Programm schreibst, was machst du dann? Was sind deine Hobbies?
A: Gerade habe ich dank Chilly Gonzales' Büchern wieder ein bisschen das Klavierspielen entdeckt. Sensationeller Typ. 

F: Last but not least: gibt es was, was du noch sagen möchtest?
A: Unbedingt: Ich spiele vom 29. bis 31.10 mein Soloprogramm im Kookaburra Club in Berlin. Kommt doch einfach alle vorbei!

Oh ja, da schließe ich mich an. Kommt alle vorbei!! Es lohnt sich! Danke Markus für das tolle, knackige Interview. Ich freue mich sehr auf Oktober!


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