Sonntag, 28. Februar 2016

Disneys Aladdin - Broadway meets Agrabah


Hallo Ihr Lieben,

im Herbst 2014 hatte ich in New York schon das Glück, die Ankündigung für "Aladdin" als Musical zu sehen. Knapp 1,5 Jahre später war es dann endlich soweit: ich durfte in Hamburg dabei sein! Wie es war, erfahrt Ihr hier...



Es war mein erstes Mal in Hamburg und zudem mein erstes Disney-Musical. Klar, dass ich sehr aufgeregt war. Zudem saß ich in der ersten Reihe! Die Nerven haben ohne Ende geflattert. Und dabei stand nicht ich auf der Bühne.

So sah der Blick aus der ersten Reihe aus. Nervös rutschte ich auf meinem Platz hin und her. Auf einmal erschien vor mir der Dirigent, grüßte mit "Guten Abend" und machte sich für den Abend bereit. 


Als Disney-Fan kann ich den Film komplett mitsprechen und war somit neugierig, wie man den Zauber Agrabahs auf die Bühne bringen will. Und vor allem: wie werden Jago, Abu und Radscha aussehen?

Es ging schon pompös los, die Musik setzte ein und schon war ich verzaubert. Nach Agrabah führt nur der musikalische Weg. Und das gesamte Ensemble zeigte nicht nur gesanglich, sondern auch tänzerisch und sportlich, was es drauf hat.

Die Geschichte hält sich sehr nah an den Film. Allerdings gibt es natürlich ein paar Anpassungen. So gibt es weder Abu noch Radscha, dafür aber 3 mehr als witzige Kumpels Aladdins. Jago wird nicht als Papagei, sondern als schräger Lakai Dschafars dargestellt. Und sorgte damit für extrem viele Lacher, denn er hatte die Jago eigene Ironie am Leibe, die zusammen mit der Bösartigkeit Dschafars perfekt harmoniert hat.

Aladdin selbst ist toll, wenn auch nicht so gerissen dargestellt wie im Film. Dennoch war er sympathisch. Besonders beeindruckt hat mich aber Jasmin. Sie war schlagfertig, witzig, hat sich nicht unterkriegen lassen und bewies in vielen Szenen einen Hang zur Ironie. So traf sie beim Publikum den richtigen Nerv und überstrahlte in gemeinsamen Szenen sogar ihren Angebeteten Aladdin.


Doch niemand, wirklich niemand kam an ihn heran: Dschinni. Der Schauspieler quasselte so schnell und viel, dass selbst mir Quasselstrippe schwindlig wurde. Zudem zeigte er gesanglich und auch tänzerisch, wie man die Rolle des besten Flaschengeistes ever ausfüllt. Seine Emotionen waren in seinem Gesicht toll abzulesen und er harmonierte perfekt mit dem gesamten Ensemble. Ich war vom ersten Moment an verliebt!

Das Finale geriet kurz und nicht so spektakulär wie im Film. Hier hätte ich mehr erhofft, dennoch passte es zu dem Musical.

Die Songs, die ich aus dem Film mitsingen kann, wurden für das Broadwaystück angepasst und es kamen sogar neue hinzu. Die Texte passten aber sehr gut zum Stück und auch zum Zauber aus 1001 Nacht. Hier bin ich sehr froh, dass der Komponist es nicht mit Romantik und Gefühlen übertrieben hat. Er hat die perfekte Balance gefunden.

Insgesamt hat mich das Musical komplett verzaubert. Ich habe viel gelacht, gestaunt und war einfach nur hin und weg. Ob die glitzernden Kostüme, die brillianten Stimmen oder die Tänze, es war ein Märchen aus 1001 Nacht!

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